Wintertreffen Rückblick

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2017

Das Dobertal zeigte sich dieses Jahr von seiner schönsten Seite. Es war Winter, g´scheider Winter! Tagsüber Sonnenschein vom Feinsten, Glitzerschnee soweit das Auge reicht. In der Nacht klarer Sternenhimmel mit entsprechenden Temperaturen bis Minus 19 Grad. So hatte das Zelten an diesem Wochenende schon einen gewissen Expeditionscharakter.
An dieser Stelle muss gleich ein großes Lob an alle Teilnehmer ausgesprochen werden, denn 2017 war einer unserer kältesten Treffen in den letzten 27 Jahren. Die extremen Temperaturen verlangten auch unseren „Testschläfern“ einiges ab, denn für den Test stellen wir nicht ausschließlich Expeditionsschlafsäcke zur Verfügung - klar, denn diese „Penntüten“ haben sich schon an den kältesten Orten der Welt bewährt und müssen deshalb nicht unter Wintertreffen Bedingungen getestet werden.
Wir testen Winterschlafsäcke, bei denen uns die tatsächliche Leistung interessiert, und hier ist nicht jeder Schlafsack für solche Temperaturen ausgelegt. So musste Vanessa von der Schlafsackausgabe so einige Kombinationen aus zwei Schlafsäcken anbieten, um diesen kalten Nächten Stand halten zu können. Den ein oder anderen hat es allerdings doch ein bisschen gefroren. Auch die Heizung von der Scheune kam in den bitterkalten Morgenstunden an ihre Grenzen und konnte nur mit viel Mühe und Improvisation wieder zum Laufen gebracht werden. So gab es gefrorene Nutella- und Butterwürfel zum Frühstück.

Sobald die Sonne wieder ins Tal lachte, waren all die kalten Füße und Nasen vergessen, denn es wurde tagsüber einiges geboten. Die Nordische Olympiade, der Schneeschuhtest und heißer Tee brachte die Leute wieder zum Schwitzen.
Dieter bot mit seinem schwedischen Kettenfahrzeug Hägglund einen Gepäck Shuttle- Service an, außerdem durften nervenstarke Leute auch eine Runde durchs Gelände mitfahren. Bei Fabian gab es die Möglichkeit das traditionelle Bogenschießen auszuprobieren und sich über den Bogenparcure in der Nähe von Dornbirn (Voralberg) zu informieren. Sixer gab einen ErsteHilfeOutdoorExtrem Vortrag darüber wie Blutungen im Outback gestillt werden können. Wenn der Frank nicht gerade am Messerschleifen war, frittierte er Chickenwings über dem Feuer in südafrikanischen Potjes. Martin von Primus erklärte den Unterschied zwischen Gas-und Benzinkochern, Heinz von Deuter und Robert von RAB stellten sich allen Fragen rund um das Schlafsackthema. Sven von Amazonas Hängematten zeigte wie man auch im Winter gemütlich in einer Hängematte übernachten kann. Die Jungs von Ledlenser und Leatherman stellten ihr Produkte vor. Hilleberg stellte die Testzelte und von MSR gab es Testschneeschuhe. Am Samstag Abend gab es wieder den legendären Rentierbraten und danach spielte die Band IRXN bis spät in die Nacht ordentlich eins auf.

Ein gelungenes Wintertreffen mit tollen Teilnehmern! Ein dickes Danke an die viele Helfer, die das Treffen überhaupt erst möglich gemacht habe und ein fleissiges Aufbau Team, sowie das Lauche&Maas Team vor Ort.

 lauche wintertreffen Foto: Katharina Schnelllauche wintertreffen Foto: Katharina Schnelllauche wintertreffen Foto: Katharina Schnell

2016

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2015

2015 gab‘s keine extremen Tieftemperaturen und wenig Schnee. Ein wenig nasskalt war‘s, aber so richtig zum Frieren kam man nicht und auch das Material kam in diesem Jubiläumsjahr nicht gerade an seine Grenzen. Das Gelände rund um die Effelter Mühle war jedoch immerhin mit Neuschnee überzuckert, sodass trotzdem Wintergefühle aufkamen.

Wie immer aber punktete auch das 25. Wintertreffen mit seinen gewohnt entspannten und netten Besuchern. Über 280 outdoorbegeisterte Teilnehmer genossen das herrliche Gelände rund um die alte Mühle. Bei so vielen fröhlichen Menschen war die freundschaftliche Stimmung im Tal geradezu zu spüren.
Zur guten Stimmung trug auch das wohltemperierte Badefass bei, vor allem Manfred vom Boandlbräu war hier als Dauergast oft anzutreffen. Mit seinem Bier im Gepäck reiste er an, um uns auch zum Jubiläum mit leckerem Gesöff zu verköstigen. Mangels Schnee musste eine Bar aus Holz gezimmert werden. Dank hier vor allem an Helmut für das Bar-Haus. Somit konnte auch bis spät in die Nacht das ein oder andere Getränk von Mitch und Anna verköstigt werden. Heiß oder kalt, kurz oder lang! Zum Essen gab es unter anderem leckere Forellen, am Feuer gebraten. Der große Lars hielt wie immer den Tee am Köcheln und spendete Tag und Nacht Wärme.
Den Freitagabend kamen dann Franz und  Robert, um einen beeindruckenden Fotovisionsvortrag über Ihre Patagonienexpedition zu zeigen. Titel: Expedition auf den Spuren Ferraris zum Cerro Riso Patrón.

Mit Witz, Ironie und stimmungsvollen Bildern präsentierten die beiden ein Erlebnis in den Weiten des Inlandeises sowie auf seinen Gipfel, die nicht die der Expeditionisten sein sollten.

Ein großes Highlight waren wie immer die Spiele am Samstag. Muddy Rugby allen voran: Erbittertes Ringen um ein Stofftier, samt spektakulärer Tauchmanöver aus den Tiefen der Matschpfütze, um dieses in das gegnerischen Reifentor zu befördern. Wüst ging es da zu!
Kräfte gemessen und demonstriert werden konnten auch beim Landypulling, wo der Keen-Firmenlandy durch bloße Menschenkraft auf ungeahnte Geschwindigkeiten beschleunigt wurde. Auch für die weniger Muskelbepackten bot das Mobil Zeitvertreib, ultrakleine Fahrräder für Erwachsene oder Leitergolf fanden sich da etwa im Gepäck.

Beim Vielseitigkeits-Staffellauf ging es über den Kletterfelsen, durch den Bach, zur Wassertränke zum Deepwater-Onion-Appelklaubing, um dann beim Bogenschießen eine ruhige Hand und ein scharfes Auge unter Beweis zu stellen.
Etwas ruhiger ging es beim Marionetten Blinde Kuh zu. Mit verbundenen Augen galt es einen Hindernisparcours zu überwinden, ferngesteuert von mehreren Strippenziehern. Viel Vertrauen wurde aufgebracht und wer das Ziel erreichte, konnte mit Fug und Recht stolz auf sich sein. Viele hoch motivierte Teams verbreiteten Spaß und eine tolle Stimmung.

Am Samstagabend nach dem Essen hieß es dann Vorhang auf für eine neue Wintertreffenband. Offlimits! Folkig, rockig, mittelalterlich. In reduzierter Besetzung zwar, aber mit so viel Natürlichkeit, Witz und vor allem toller Musik, war uns ein grandioser Abend in der Tenne beschert. Voll des Tanzes, Heiterkeit und Ausgelassenheit.
Der liebevolle Bogenstand gab täglich die Möglichkeit zum Bogenschießen, natürlich unter der fachkundigen Anleitung von Fabian. Viele blieben auf einen Plausch an der wärmenden Feuerschale im heimelig eingerichteten Marktstand. Samstagabend wurden zum Jubiläum Brandpfeile auf eine Strohwand geschossen, um diese lichterloh in Flammen aufgehen zu lassen.

Vielen Dank an Garmin, die eine Geocaching Tour durch das einsame Tal veranstaltet haben.
Leider konnte Jan Steenbeck nicht mit seinem Heißluftballon fahren, untermalte aber die Stimmung der Spiele durch Gasfeuerstöße. Frank hat wieder viele Messer- und Axtbesitzer durch seine Schleifkünste glücklich gemacht.
Weiter vertreten waren Mike von Potjerie, Georg von Tentipi mit liebevoll als Tipihotel ausstaffierten Zelten, Carinthia, Deuter, Eagle Creek, EOE, Klean Kanteen, Mountain Hardwear, VauDe, Wechsel und Yeti.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, wir freuen uns schon jetzt aufs nächste Treffen!

 

 

2013

Die Temperatur in den Nächten
Donnerstag -7
Freitag -9
Samstag -6

Das war eine Punktlandung!  Noch vor 2 Wochen war die Wiese grün und die Luft lau. Aber pünktlich in der Aufbauwoche lag gut 15cm Schnee. Boden und Teich waren fest gefroren, und beim Treffen selbst hatten wir in der Nacht bis zu im Wind gefühlte minus 15 Grad. Tagsüber waren es auch gefühlte Zwanzig minus, denn der Wind pfiff sich gnadenlos durch die Daunenjacken.

Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch, bereits am Donnerstag waren schon viele angekommen. Die Zeltstadt von Tentipi und die vielen bunten Stoffhäuschen der Besucher brachten wieder die richtige Mischung. Rund um die Uhr wurden Frierende von Lars mit heißem Tee versorgt.

Die Samstagsolympiade glänzte durch Kneipsches Wassertreten im eiskalten Bach, mit hinterhergezogenem Riesenrucksack und vor der Linse des ZDF, und schwupps hinein in den Badezuber, bei mittlerer Hitze dann 10 Minuten ziehen lassen. Zum Ausgleich eine Sofafahrt durch den Winter, den Hang runter und Komplettabstieg mit Luftschnapper und Seitenstechen vom Lachen.

Abends dann Lasagne oder Rentier, dazu auch was auf die Ohren: Pressgang, die englischen Rock-Röhren mit keltischem Touch. Die Nacht war kalt und kurz, die Schneebar wurde lange festgehalten im Sturm, und am morgen ging es ruckzuck. Frühstück, mitunter ohne Semmeln, da Räuber einen 45 Meter langen Tunnel bis zur Speisekammer gegraben hatten und so einige Semmel (also Brötchen, Schribben, Teigbatzen oder wie man sonst noch so sagen mag) verschwunden waren.

Es war ein herrliches Wochenende, ganz ohne Netz und doppelten Boden, also Smartphonefreiheit für alle, und als wir am Sonntag nachmittag wieder auftauchten, da hatte sich die Welt verändert. Zumindest war der Diesel um geschlagene 8 Cent/Liter teurer als vorher.

Danke an alle, die mitgemacht haben, die dabei waren. Besonders der Effelter Mühle und dem Micha, Dieter und seiner Crew, dem Wachsprofi von FjällRäven, den Leuten von Tentipi, Katadyn, Veith Socken, Woolpower, EOE, Eureka, Cross Country Couches, VauDe mit ihrer Kletterwand, Deuter und Carinthia.

 

2012

Die Temperatur in den Nächten
Donnerstag -5
Freitag -5
Samsatg -6

Es war wunderschön! Wie schon öfter lag bis Kronach kein Schnee auf Feld und Flur, aber schon in Wilhelmstal gab es am Straßenrand kleine Scheehaufen, und oben dann, in Lahm und Effelter, lag eine schöne, komplette Schneedecke.
Bereits am Donnerstag waren doch schon einige gekommen, das Badefaß, auch Jacuzzi genannt, wurde angeheizt. Freitag bis Samstagmittag kam nochmal Schnee obendrauf.
Die Spiele waren Klassiker, die hohen Einsatz erforderten, etwa das Fischerstechen auf dem Teich, aber auch Seilziehen und Runden barfuß durch den Bach laufen.

Die Schlafsacktests und das Zeltprobeschlafen fanden somit bei schönem Schnee, feuchter Luft und den als schwierig bekannten Temperaturen um unter Null Grad (bis -6 Grad) statt. Gerade bei feuchter Kälte zeigt sich gnadenlos die wirkliche Leistung der Ausrüstung, bei minus 30 Grad spielt Feuchte ja keine Rolle mehr, die wird da regelrecht weggefrohren.

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