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Blitz und Donner sind gewaltige Urkräfte. Wenn man sie erlebt, dann ist das auf den ersten Blick besser aus dem Fenster von Freunden heraus als unterwegs und alleine aus dem Zelteingang.

Noch ist die wärmende Sonne da, aber von dort hinten kommt es unheilvoll schwarz und mit stürmischer Kraft daher, mit Lärm und manchmal hellem Blitz. Die Vögel sind schon verschwunden, Menschen eilen schnell nach Hause, Mütter fangen die Kinder ein, die Hauskatze krallt sich auf dem Unterarm fest.

Es ist eine ganz eigene Stimmung, es ist so, daß etwas von der Kraft übergeht, nicht nur im Bild, auch draußen. Es ist schön, und, wie gesagt, wenn es zu viel wird, kann die Türe geschlossen werden. Schade!

Wer gerne durch seine Stadt streift, der weiß auch ohne umfangreiche Zeitungslektüre, wo es immer etwas Interessantes gibt.

In Isarnähe liegt das Kulturforum der Versicherungskammer, und die sind immer für eine Überraschung gut. Bei kostenlosen Eintritt gab und gibt es zum Beispiel herausragende Fotokünstler. Imogen Cunningham, Henri Cartier-Bresson, Sebastiao Delgado, Yvonne von Schweinitz, Ostkreuz-Fotographen und mehr.

Und eben aktuell Gordon Parks.

Gordon Parks war ein Multitalent, der 1938 mit 26 Jahren im Pfandhaus eine Kamera erstand und loslegte. Mit der Voigtländer als Waffe, so seine Worte, wurde Parks zu einer Ikone der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.

Der Besuch des Kunstforums ist unbedingt empfehlenswert. Die Bilder von Parks bewegen, rütteln wach, sind einfühlsam, ungewöhnliche Meisterwerke. Bild für Bild! Seht am besten selbst, die Bilder im Internet haben nicht diese Präsenz, die sie haben, wenn der Betrachter davorsteht.

Radfahrer können nach dem Besuch übrigens auch noch den Isarradweg genießen. 

Stürmische Hunde hatte ich selbst schon genug. Kräftige Mischlinge, die gerne mit auf Reisen gingen. Einer hatte sich mal Nudeln am Meer bei Sousse (TN) als Vorrat vergraben. Nach einer Zwei-Monatsfahrt durch die Sahara kamen wir an der gleichen Stelle wieder vorbei. Zielsicher und sekundenschnell fand mein Hund die inzwischen eingetrocknete Beute im Sand wieder.

Die richtigen Sturmhunde gibt es nicht so oft. Diesen hier habe ich als Schnappschuss gefangen, denn schon Sekunden später war das Wolkengebilde umgeformt.

Ein kilometergroßer Sturmhund, vielleicht ein Sphinxerrich aus Hund und Kollennasenmännchen. Die Wolkenphantasie ist immer wieder der spannende Einstieg in manche Träumerei. Und selbst beim stärksten Wind darf, nein, muß man dem Sturmhund freie Leine lassen.

Nur das Zelt sollte gut abgespannt werden und die Bäume und Äste ringsum in Augenschein genommen. Und im Zweifel lieber ein wenig seitwärts ausweichen.

Erst einmal gab es reichlich Kälte. Wochenlangen Dauerfrost, der den Getränkevertrieb hier in der Straße verzweifeln ließ, die Piepmätze an die Vogelhäuschen brachte, den Kindern rote Nasen bescherte, die Grippeviren schützte und die Gemeinde der Erkrankten wachsen ließ, Wespen und Co dezimierte, kurz, die ganze Natur im Griff hatte.

Dann gab es warme Sonnenstrahlen zum Aufleben, Spazierengehen, Wohlfühlen, die Radwege tauten ab, der Frühling schien in greifbarer Nähe. Heute nun wehte mir beim Radeln wieder ein eisiger Wind um die Nase bei forschen 0,8 Grad. Ein Auf und Ab.

Mal warme Sonne, mal eisiger Wind und herrliche Eiskristalle auf den Bäumen. Warm anziehen! Aber in bewährter Zwiebelschalentechnik, also variable Schichten für die Sonnenstrahlung nicht zu warm und für den eisigen Schatten nicht zu kalt.

Mein Rat: raus! Genießen, Kälte und Wärme, Licht und die Übergänge in die Dunkelheit. Das tut der Seele gut, bei Bewegung noch mehr als beim Rumsitzen. Wandern ist gut oder Radfahren, da gibt es dann Serotonin vom Feinsten, und das soll sich durch Sport ja vermehren lassen…..

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